Skip to main content

Bildungsinnovator.de

Alles richtig machen bei der Internationalisierung von E-Learning

4 Tipps für die Konzeption

Internationalisierung_ELearning

Rawpixel – gettyimages.de

Deine Zielgruppe ist mehrsprachig und hat einen unterschiedlichen kulturellen Background? Schon in der Konzeptionsphase solltest Du ein paar Dinge beachten:

1. Kulturelle und alltagspraktische Unterschiede

Bei uns ist das Handgeben zur Begrüßung üblich, anderswo kommt es komisch rüber. Ebenso kann es sein, dass ein Produkt in einem anderen Land anders konfiguriert ist. Entweder passt Du solche Inhalte im Zuge der Lokalisierung aufwendig an. Oder Du lässt sie im Zweifel einfach weg, damit das E-Learning nicht durch kritische oder irrelevante Aspekte den Lerner irritiert. Gerade bei Bildern mit Menschen gibt es starke Differenzen. In Ländern wie der USA legt man Wert darauf, dass unterschiedliche Typen abgebildet sind, Stichwort Diversität. In China hingegen bevorzugen die Lerner Darstellungen chinesischer Menschen. Bevor Dein Training mit Grafiken bestückt wird, solltest Du stichprobenartig ermitteln, wie es um die Akzeptanz der Zielgruppe steht. Im Zweifel kannst Du auf neutrale Illustrationen ausweichen.

2. Unterschiedliche Schriftlängen

In Deinem Produkt siehst Du für den Text bestimmte Laufweiten vor. Achte für die Internationalisierung darauf, dass manche Sprachen, wie zum Beispiel Russisch, wesentlich längere Laufweiten als das Deutsche erfordern. Wir selbst verwenden Autorentools, die flexible Schriftlängen zulassen. Wenn Dein Tool das nicht leistet, zerlegt Dir eine überlange Laufweite unter Umständen das Design.

3. Redewendungen

Eine bildreiche Sprache macht Inhalte lebendig – leider ist sie aber zum Teil schwer zu übersetzen. Für Redewendungen wie “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm” muss dann mühsam das italienische oder dänische Äquivalent gefunden werden. Ärgerlich wäre auch, wenn die Gestaltung geändert werden muss, weil ein Foto oder eine Illustration sich auf ein nicht übersetzbares sprachliches Bild bezieht.

4. Videos

Wenn in Videos ein Sprecher zu sehen ist, hast Du drei Optionen zur Wahl. Du kannst ganz einfach Untertitel in der neuen Sprache einsetzen. Oder Du nutzt eine Spracheinblendung: Der Ton des bisherigen Sprechers wird nach ein paar Sekunden ausgeblendet, darüber wird ein Sprachkommentar in der neuen Sprache gelegt. Die teuerste Variante ist die Synchronisierung. So wie in einem Spielfilm spricht der bisherige Sprecher dann die neue Sprache.

Mirja

Nächster Beitrag