Skip to main content

Was ist eigentlich das konkrete Ziel in Eurem Digitalisierungs-Kosmos?

Was ist Euer Ziel?DNY 59 – gettyimages.de

Welches konkrete Ziel verfolgt Eure Organisation eigentlich mit der Digitalisierung? Wenn Ihr jetzt einen Moment der Schockstarre erlebt habt, dann atmet erstmal durch, denn bei dieser Frage geht es vielen so ;)

Aber stellt Euch einfach mal Folgendes vor: Eure Organisation stellt ein Bienennest dar. Alle arbeiten routiniert und im Modus „business as usual“. Plötzlich sticht von außen der Pfeil der Digitalisierung in Euer Nest: Operative Hektik bricht in allen Ecken und Räumen aus und Eure vorhandenen Ordnungssysteme werden so richtig auf den Kopf gestellt. Und jetzt?

Zunächst: Wo soll Eure Reise hingehen?

Bevor Eure Organisation willkürlich im Kreis rudert, keiner mehr weiß, wer was tut und dadurch „Change-Blind“ werdet, braucht Ihr vor allem eins: eine klare Orientierung und gemeinsame Ausrichtung. Andernfalls endet das außergewöhnliche Change-Projekt mit hoher Wahrscheinlichkeit im Sand. Ich habe für Euch ein paar Beispiele unterschiedlicher Intentionen für Digitalisierungsprojekte zusammengestellt, damit Ihr ein Gefühl dafür bekommt, wohin Eure Reise gehen könnte:

Welche Intention verfolgen wir mit der Digitalisierung?Ihr merkt: Je nachdem was Euer Ziel ist, macht es einen Unterschied, wie Eure Mannschaft zusammengestellt und ausgerüstet sein muss, um sie optimal mit auf die Reise zu nehmen.

Der Faktor Top-Management

Erschwert wird diese Mammutaufgabe durch das Top-Management, das am liebsten direkt alles umgesetzt haben möchte und das bestenfalls schon gestern – kennen wir doch alle. Diese unpräzise Erwartungshaltung von oben führt jedoch zu einer diffusen Erwartungshaltung auf der unteren Mitarbeiterebene: Niemand weiß genau, was von mir erwartet wird. Und wenn ich nicht weiß, was von mir erwartet wird, dann weiß ich auch nicht was ich tun muss. Und wenn ich nicht weiß, was ich tun muss, dann weiß ich auch nicht, welche der auf mich einprasselnden Informationen nützlich für mich sind (siehe Beitrag 1: „1. Was behalten wir?“). Es entsteht ein Potpourri aus Unklarheit, Unsicherheit und Ungewissheit.

Eine klare Ausrichtung

Mit zu vielen Ausrichtungen überhitzt Ihr also die Change-Bereitschaft Eurer Organisation. Auf der untersten Ebene fühlt sich das dann immer nach Chaos an. Die Frage, ob Eure Mitarbeiter dann bereit sind, mit in die gewünschte Richtung zu gehen, stellt sich erst gar nicht (siehe Beitrag 1: „3. Wann verändern wir uns?“).

Wann sich Eure Mitarbeiter demnach wirklich bewegen und wie Ihr das erreicht, das erfahrt Ihr morgen im Beitrag: „Motion is created by Emotion”.

Noch eine kleine Aufgabe für Euch: Fragt doch Mal direkt in der Mittagspause Eure Kollegen, wie sie das Ziel Eurer Digitalisierung beschreiben würden. Die Antworten sollten Euch spätestens jetzt unter den Nägeln brennen.

Euer Dirk


Nächster Beitrag