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Bildungsinnovator.de

„Motion is created by Emotion”

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PeopleImages – gettyimages.de

Eine Frage, die wir gerne in unseren Workshops stellen: Spielen Emotionen in Lernprozessen eine wichtige Rolle? Niemand verneint diese Fragestellung. Interessant wird es aber bei Veränderungsprozessen: Denn hier wird die Emotionalität überraschenderweise oft außen vor gelassen. Dabei ist Veränderungsfähigkeit nichts anderes als Lernfähigkeit.

Warum das aktuelle Change-Mindset der Sand im Getriebe der digitalen Transformation ist

Wenn wir bisherige Change-Projekte betrachten, dann ist Angst bzw. Unsicherheit der häufigste Anlass für Stillstand und Widerstand im Change. Schließlich kann ich als Betroffener dann auch nichts falsch machen. Anstatt mich in die „Komm-Vor-Zone“ zu bewegen, verweilt bleibe ich lieber in der „Komfort-Zone“ und sitze den Change im Modus „Resignation“ aus.

Möchte eine Organisation nun aber Schritte zur Digitalisierung machen, dann ist es eine Hauptaufgabe, sich um die Emotionen zu kümmern. Was wir zum Beispiel sehr gut von den ganzen agilen Methoden lernen können, ist die Customer Centricity: Wer ist Deine Zielgruppe? Was sind deren Bedürfnisse? Erst dann entwickle ein Produkt.
Für Change-Projekte und insbesondere die digitale Transformation heißt das: Welche Mitarbeiterarten habe ich? Welche Bedürfnisse und Emotionen haben die? Und wie muss ich das Change-Projekt designen, damit ich alle mitnehme?

Eine echte Zielgruppenanalyse machen (leider) nur wenige

Mal Hand aufs Herz: Wie oft und intensiv führt Ihr eine echte Zielgruppenanalyse für Bildungsmaßnahmen und Change-Projekte durch? Wie gut kennt Ihr den emotionalen Ausgangszustand Eurer Zielgruppen auf einer Skala von 1 bis 10? Unsere Erfahrung zeigt, dass nur wenige Bildungsverantwortliche und Learning Professionals ihre Zielgruppe wirklich einschätzen können und deshalb ersatzweise einen emotional neutralen Zustand vermuten. Diese fehlende Customer bzw. Learner Centricity ist noch sehr verbreitet und bekannt von vernachlässigten (Lern-) Bedarfsanalysen für Trainings und Weiterbildungen (z. B. Blended Learning). Die Folge ist klar: Stillstand bei der Zielgruppe und sie entwickelt eine Abwehrhaltung gegenüber zukünftigen Maßnahmen.

So geht’s richtig: Mit der Persona-Methode taucht Ihr in die Köpfe Eurer Zielgruppe ein

Um die Empathieebene intensiver und schneller einzuschätzen, arbeiten wir schon länger erfolgreich mit der Persona-Methode, die auch übrigens fester Bestandteil unseres Blended Learning Baukastens ist.
So bestücken wir zum Beispiel unsere Trainingsbibliothek mit Digitalisierungsthemen, um u. a. das digitale Mindset zu schärfen. Dazu haben wir typische Kandidaten der digitalen Transformation auf unseren Persona-Karten personifiziert und in den Trainingskonzepten durchdringend berücksichtigt. Hier stelle ich Euch mal 2 vor:


Designt Ihr jetzt Change- oder Blended-Learning-Konzepte, dann ist es immer wichtig, auf den Status Quo Eurer Zielgruppen einzuzahlen. Nehmen wir das Beispiel Paul Performer: Wenn ich weiß, das System wird Widerstand verursachen, wie kann ich diesen Zielgruppenanteil trotzdem bei der Stange halten?
Beantwortet Ihr diese Frage vorab, dann habt Ihr ein Repertoire an Maßnahmen, um rechtzeitig auf Widerstände und Unsicherheiten reagieren zu können – ein wichtiger Vorteil.

Schreibt doch mal die wichtigsten Personas Eures Changes auf. Hier ist der PDF-Download von unserer Vorlage.

Euer Dirk

„Emotionen spielen in Lern- und Veränderungsprozessen immer eine Rolle. Adressiere daher zuerst die emotionalen Hemmnisse und Blockaden, um Deine Zielgruppe wirklich in Bewegung zu bringen.“


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